Die Ursprünge der Unterhose im allgemeinen sind vielfältig. Zum einen dient er als hygienische und gesundheitliche Instanz, erfüllt aber ebenso Grundbedürfnisse des Menschen wie den Wunsch nach Schutz und Wärme. Die ersten Versuche einen Slip zu kreieren gab es im 16. Jahrhundert. Speziell in Italien kannte man schon früh Unterhosen aus Leinen, Seide und Samt. Im 19. Jahrhundert war es dann auch den Frauen aufgrund modischer Änderungen und deren Tücken erlaubt Unterhosen zu tragen. Die „Beinkleider“ waren weit von dem heute bekannten Slip entfernt und mussten mit Bändern, Schleifen und Knöpfen befestigt werden. Das Ankleiden war dementsprechend umständlicher. Mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts und der Entwicklung von Elastikgewebe fand der Hosengummi seine Einzug in die Lingerie und machte es möglich ohne großen Aufwand in die Unterwäsche zu schlüpfen (Englisch: „to slip“). Ab 1928 wurden zunächst kleine Kinder mit den Schlüpfern bekleidet, bis zu Beginn des ersten Weltkrieges war das Tragen dieser Art der Unterwäsche auch dem Rest der Bevölkerung selbstverständlich. Durch den Auftritt der amerikanischen Tennisspielerin Gussie Moran 1949 in Wimbledon in einem kurzen Tennisrock und Spitzenslip fand dieser dann auch seinen Weg in die Öffentlichkeit. Mit der erfolgreichen Adaption von Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch wurde der Begriff Schlüpfer endgültig vom Slip verdrängt. Im Allgemeinen versteht man heute unter einem Slip eine knappe und enganliegende Unter- oder Badehose ohne Beinansatz. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen und Farben und für beide Geschlechter. Sie zeichnen sich durch einen hohen Tragekomfort aus und erfreuen sich trotz weiterer Neuerungen wie Boxershorts, Tangas und Retropants einer großer Nachfrage.